Geschicklichkeitsfahren vom 28. Dezember 2011 anlässlich der Gant
bei Andreas Mehli, Landmaschinen in Chur
Vier Posten mussten unter Zeitdruck bewältigt
werden: Da war der „Heisse Draht“. Mit einem Frontlader, an dem ein
Metallreifen befestigt war, musste einem Draht entlanggefahren
werden. Bei Berührung gab es einen Hupton und natürlich auch
Strafpunkte. Konstantes Rückwärtsfahren mit einem Traktor erforderte
viel Feingefühl: Das mit dem Haspel verbundene Gewicht durfte nicht
in eine andere Farbzone gelangen.
Die Wippe stellte die grösste Herausforderung dar.
In maximal drei
Versuchen musste man mit einem Traktor die Balance halten. Dieses
Meisterstück gelang nur wenigen Teilnehmern. Das retour Einparkieren
mit Traktor und Anhänger war auch eine Herausforderung. Mit dem
Beantworten des Theoriebogens wurde man nochmals in die
Zeit der Theorieprüfung zurückversetzt.
Der Verband für Landtechnik dankt den Sponsoren
Vaudoise Chur, Elwerag Landquart und Raiffeisen Landquart herzlich
für die tollen Preise und den Teilnehmern für’s Mitmachen.
Landtechnik
für Frauen Den Kursleitern
vom LBBZ Plantahof und des SVLT-GR war es sehr wichtig, dass die
Grundsätze der Arbeitssicherheit eingehalten wurden. Unfallverhütung
wurde grossgeschrieben. Das
ruhige und sichere An- und Abhängen von Maschinen und Geräten, das
Manövrieren mit Traktor und Zweiachsmäher, das korrekte Bedienen und
Einsetzen von Ladewagen oder –geräten, das Anwenden von Kreiselheuer
und –schwader, und nicht zuletzt das Handhaben des Motormähers sind
Beispiele, was die Frauen in diesen Kurstagen geübt haben.
Bestimmt werden
diese Bäuerinnen daheim ihre neuen Erkenntnisse weiter vertiefen.
Und wer weiss, vielleicht kann die eine oder andere ihrem Partner
einen guten Tipp abgeben! Hier noch einige Impressionen:
Generalversammlung 2011 mit Vorträge
Der Präsident Ueli
Günthardt berichtete von Anlässen des vergangenen Vereinsjahres wie
z.B. der Feldtag, an dem der Kontakt zu den Mitgliedern und
Landwirten gepflegt werden konnte. Der Verband ist bemüht, sich für
die Anliegen der Mitglieder einzusetzen. Ueli Günthardt forderte die
Mitglieder auf, Probleme und Anregungen beim Vorstand anzubringen
und den Kontakt zu suchen. Er dankte den Mitgliedern für ihre Treue
und den Sponsoren Andreas Mehli, Landtechnik, Chur und den Vaudoise
Versicherungen für ihre wertvolle Unterstützung.
Der technische
Berater Koni Merk berichtete von 18 Kursen, die gemeinsam mit dem
LBBZ Plantahof durchgeführt werden konnten, von der Reise an die
Agrama und die Nachrüstaktion der Feldspritzen. Die Vernehmlassung
zu Änderungen der Verkehrsregeln ist in Arbeit. Der diesjährige
Feldtag findet am 1. Juni 2011 in Landquart statt. Themen sind:
Düngerstrategien im Ackerbau; Düngung im Naturfutterbau;
CULTAN-Düngung und die Demonstrationen zum Düngereinsatz im Feld.
Die Theoriekurse
Kat. F/G für Jugendliche konnten bereits das 10-jährige Jubiläum
feiern und werden immer noch mit sehr guten Resultaten durchgeführt.
An der Verlosung des Wettbewerbs, an dem alle Werber teilnehmen
konnten, gewann Peer Jon Steivan von Guarda den 1. Preis (Fr. 100.-)
und Clavadetscher Roman aus Sta. Maria den 2. Preis (Fr. 50.-).
Ruedi Hunger
(Geschäftsausschuss SVLT) berichtete von der Zertifizierung des
Verbandes und die Neuausrichtung der Organisationsstruktur, welche
bis zur Delegiertenversammlung im Herbst 2011 abgeschlossen sein
sollte. Auch er betonte die Wichtigkeit der Mitglieder, die den
Verband stärken.
Vaudoise – die
Landwirtschafts-Versicherung
Friedrich Thuner,
Generalagent der Vaudoise Versicherungen in Chur gab einige Tipps,
auf was man in Sachen Versicherung in der Landwirtschaft achten
sollte:
-
Je komplexer eine
Maschine ist, je dringender empfiehlt sich eine
Maschinenkaskoversicherung.
Darin sind die inneren und äusseren Betriebsschäden gedeckt. Beim
Abschluss unbedingt darauf achten, dass das teuerste Gerät auf dem
Betrieb mitberechnet ist. Die anderen sollten aufgelistet sein.
-
Rundballen,
die herumstehen, nicht vergessen. Sie sollten gegen Feuer- oder
Elementarschäden versichert sein (Böswilligkeit).
-
Bei der
Betriebshaftpflicht sind
fremde Geräte nur bei vorübergehender und nicht regelmässiger
Benutzung (längstens 7 aufeinanderfolgende Tage) versichert. Lösung:
Vollkaskoversicherung.
-
Im Sommer besteht
für die Tiere ein grösseres Risiko –
Tierversicherung nicht vergessen.
-
Bei der
Versicherungssumme nicht
sparen sondern an den Neuwert denken.
-
Denken Sie an Ihre
Familie und überprüfen
Sie regelmässig Ihre persönliche Versicherung.
-
Nähern Sie sich dem
Rentenalter? Die
Altersvorsorge sollte beizeiten geplant werden.
Solaranlagen:
Selber investieren oder Dach vermieten?
Es gibt
verschiedene Modultypen: Kristalline Silizium-Module für einen
optimalen Zellenwirkungsgrad. Sie benötigt eine geringe Fläche für
hohe Leistung. Oder die Dünnschicht-Module: Sie zeichnet sich durch
geringere Anschaffungskosten aus und ist besonders für die
suboptimale Ausrichtung geeignet. Für jedes Dach gibt es die
passende Lösung. Die Module können auch als Ziegelsteinersatz oder
Dachhaut Ersatz dienen, was natürlich kostensparend ist.
Quelle: Willi
Haustechnik AG Chur
-
Die Solarzellen (1)
wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um.
-
Der Wechselrichter
(3) wandelt den Solarstrom vom Gleichstrom in Wechselstrom um.
Quelle: Willi
Haustechnik AG, Chur
Die Abwärme, die
durch die Photovoltaikanlage entsteht, kann genutzt werden, indem
sie durch den Leerraum zwischen Dach und Photovoltaikanlage zum
Heubelüfter geleitet wird. Oder sie kann z.B. für das gleichmässige
Erwärmen des Wassers im Tränkebecken dienen.
SVLT-GR
Luzia Föhn. Der
Präsident Ueli Günthardt führte zügig durch die Traktanden und
Geschäftsführer Jörg Baumgärtner konnte von einem erfolgreichen
Geschäftsjahr berichten. Walter Röschmann ist als langjähriger
Revisor zurückgetreten. An seiner Stelle wurde Daniel Gredig von
Chur gewählt.
Demnächst werden
Kurse wie „Elektrodenschweissen-Grundkurs“, „Metalltiere/-figuren
kreieren“ und der Kurs „Landtechnik für Frauen“ durchgeführt. Auch
werden in verschiedenen Orten im Kanton die Theoriekurse Kat. F/G
für Jugendliche angeboten. Informationen zu den Kursen finden Sie im
Internet unter www-svlt-gr.ch
Ruedi Hunger,
Mitglied des Zentralvorstandes, berichtet über die Tätigkeiten des
SVLT:
- Ein erster praktischer Maschinenkurs vor allem für Traktorführer und Maschinisten von Lohnunternehmen wird in Riniken durchgeführt.
-
Der
Plantahof-Feldtag vom 5. August 2010 zum Thema „Kunstfutterbau heute
+ morgen“
-
Am 21./22. August
2010 findet ein Traktorenfest in Wallisellen statt (www.traktorenfest.ch)
-
Die nächste
Delegiertenversammlung ist am 10./11. September 2010 in Neuenburg.
-
Orientierung über
den neuesten Stand betreffend Deflektoren an den pneumatischen
Einzelkornsähmaschinen.
Vorstandsmitglied
und technischer Berater Koni Merk berichtet aus seinem Ressort:
-
Feldspritzen > 350
Liter benötigen ab Januar 2011 einen Spühlwassertank. Der SVLT plant
ab Winter 2010/2011 eine Nachrüstaktion. Weiteres wird zu gegebener
Zeit publiziert.
-
Die
Güllenausbringung mit Schleppschlauch löst einen Flächenbeitrag aus.
-
Im April 2010
werden Maschinenvorführungen zur Bergmechanisierung geplant.
Vortrag „Vaudoise,
die Landwirtschafts-Versicherung“
Nachdem die
Vaudoise Versicherungen schon jahrelang mit dem SVLT
zusammenarbeitete, ist nun auch die Sektion GR eine Partnerschaft
mit ihr eingegangen. Ziele der Zusammenarbeit sind vorteilhafte
Konditionen für Mitglieder und direkte Ansprechpartner für
Landwirte. Die Vaudoise Versicherungen bietet eine ganzheitliche
Beratung an in den Bereichen Personen-, Sach- und
Vermögensversicherung. Generalagent Friedrich Thuner und sein Team
stehen jederzeit für Fragen zur Verfügung (fthuner@vaudoise.ch, Tel. 079/649 34 27,
www.vaudoise.ch)
Vortrag „Neuerungen
im Strassenverkehr“ mit Andrea Rothenberger, Chefexperte im
Strassenverkehrsamt Kt. GR:
Für einen Moment
kamen sich die GV-Besucher wie in einem Verkehrsunterricht vor.
Anhand von Situationsbeispielen wurde das Wissen der Anwesenden
getestet. Dabei merkten die Meisten, dass trotz jahrelanger
Fahrpraxis Unsicherheiten vorhanden sind und eine Auffrischung gut
tut. Weiter erklärt der Experte folgende neue Vorschriften:
(Siehe auch
Broschüre des SVLT „Ladung – aber sicher“ unter
www.agrartechnik.ch)
Sicherheitsgurte,
NEU, ab 1.04.2010: Verkehrsregelnverordnung Art. 3a Abs. 1
Bei Fahrzeugen, die
mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sind, müssen Führer und
mitfahrende Personen die vorhandenen Sicherheitsgurte während der
Fahrt tragen. Die Fahrzeugführer haben sicherzustellen, dass Kinder
unter zwölf Jahren ordnungsgemäss gesichert sind.
Sicherheitsgurte
und Kinder,
NEU, ab 1.04.2010: Verkehrsregelnverordnung Art. 3a Abs. 4
Auf Plätzen mit Sicherheitsgurten muss für Kinder unter zwölf Jahren, die
kleiner als 150 cm sind, eine geeignete Kinderrückhaltevorrichtung
(z.B. Kindersitz) verwendet werden, die nach dem ECE-Reglement Nr.
44 gemäss Anhang 2 VTS2 zugelassen ist.
Ausnahme von der Sicherungspflicht: Auf Sitzplätzen, welche lediglich mit
einem Beckengurt ausgerüstet sind, muss für Kinder ab sieben Jahren
keine Kinderrückhaltevorrichtung verwendet werden.
Schutzhelm,
NEU, ab 1.04.2010: Verkehrsregelnverordnung Art. 3b Abs. 1
Die Führer und Mitfahrer von Motorrädern mit oder ohne Seitenwagen, von
Leicht-, Klein-
und dreirädrigen Motorfahrzeugen müssen während der Fahrt nach den
Bestimmungen
des ECE-Reglements Nr. 223 geprüfte Schutzhelme tragen. Die Fahrzeugführer
haben sicherzustellen, dass mitfahrende Kinder unter zwölf Jahren einen
solchen
Schutzhelm tragen.
Beaufsichtigung von
Kindern,
NEU, ab 1.04.2010:
Verkehrsregelnverordnung Art. 61 Abs. 2 a + b
Auf folgenden Fahrzeugen müssen Kinder bis zum vollendeten 7. Altersjahr
von einem
mehr als 14 Jahre alten Mitfahrenden beaufsichtigt werden oder auf einem
sicheren Kindersitz mitfahre
b. auf gewerblichen Traktoren mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 40
km/h,
Motorkarren und Arbeitskarren sowie deren Anhänger, wenn sie
für landwirtschaftliche
Fahrten verwendet werden.
Auf Fahrzeugen nach Absatz 2 dürfen Personen im Rahmen von Artikel 86
Absatz 1 Buchstabe c im Nahverkehr auch auf der Ladebrücke oder der
Ladung mitgeführt werden, wenn ein angemessener Schutz
sichergestellt ist und die bewilligten Plätze nicht ausreichen.
Zulässige
Achslasten,
NEU, ab 1.04.2010: Verkehrsregelnverordnung Art. 67 Abs. 8
Die zulässigen Achslasten dürfen um höchstens 2 Prozent
überschritten werden,
wenn das Betriebsgewicht der Fahrzeuge und der Fahrzeugkombinationen
eingehalten ist.
Ausweiskategorien,
Art. 3 Abs. 1 VZV, seit 1.04.2003:
B: Motorwagen und
dreirädrige Motorfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von nicht mehr
als 3500 kg und nicht mehr als acht Sitzplätzen ausser dem
Führersitz; mit einem Fahrzeug dieser Kategorie darf ein Anhänger
mit einem Gesamtgewicht von nicht mehr als 750 kg mitgeführt werden;
Ausweiskategorien,
Art. 3 Abs. 1 VZV, seit 1.04.2003:
B: Fahrzeugkombinationen
aus einem Zugfahrzeug
der Kategorie B und einem Anhänger von mehr als 750 kg, sofern das
Gesamtzugsgewicht 3500 kg und das Gesamtgewicht des Anhängers das
Leergewicht des Zugfahrzeuges nicht übersteigen;
Was heisst das
jetzt für Sie?
- Wer einen alten blauen Führerausweis der Kategorie B besitzt, ist
berechtigt Anhänger an einem Motorfahrzeug der Kategorie B, gemäss
Fahrzeugausweis mitzuführen.
-
Wer einen Führerausweis in Kreditkartenformat besitzt und keine
Kategorie BE eingetragen ist, ist berechtigt Anhänger an einem
Motorfahrzeug der Kategorie B, gemäss Fahrzeugausweis mitzuführen,
sofern die Bedingungen gemäss Art. 3 Abs. 1 VZV eingehalten werden.
(Quelle: Andrea
Rothenberger, Strassenverkehrsamt Kt. GR)
Generalversammlung vom 4. Februar 2009
Im Februar 2009 fand die Generalversammlung des Schweiz.
Verbandes für Landtechnik, Sektion GR, in Untervaz statt. Höhepunkte
waren die Vorträge über die Russlandreise und über die
Sachversicherung in der Landwirtschaft
Luzia Föhn. Der Präsident Ueli Günthardt führte
zügig durch die Traktanden. Die Erhöhung des Jahresbeitrages wurde
von den Mitgliedern akzeptiert und der Vorstand bestehend aus Jörg
Baumgärtner (Geschäftsführer), Marco Frei (Feldspritzentest), Koni
Merk (Technischer Berater) und Luzia Föhn (Theoriekurse Kat. F/G)
wurden wiedergewählt. Koni Merk erklärte die Änderungen im
Strassenverkehr betreffend Frontanbaugeräte mit mehr als 3.0 m
Überhang. Diese müssen mit einem V-Spiegel ausgerüstet werden.
Höchstgeschwindigkeitszeichen sind ab 1. Januar 2009 für alle landw.
Fahrzeuge zwingend und für Anhänger, Zweichachsmäher und Transporter
braucht es spätestens ab 1. Juli 2009 die Heckmarkierungstafel. Ruedi Hunger informierte über die neuen Auflagen
beim Einsatz von insektizidbehandeltem Saatmais. Neu muss
gewährleistet sein, dass Saatbeizmittel eine gute Haftung aufweisen,
damit Staubemissionen auf ein absolutes Minimum reduziert werden.
Gleichzeitig teilt das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) in seiner
Medienmitteilung von 20. Januar 2009 mit, dass ab sofort (Aussaat
2009) Saatgut das mit Poncho, Cruiser und Mesurol behandelt wurde
nur noch mit pneumatischen Sämaschinen gesät werden darf, wenn diese
mit „Deflektoren“ ausgestattet sind. Das heisst mit anderen Worten,
die Abluftführung muss so gewählt werden, dass der Luftstrom aus dem
pneumatischen System in Richtung Boden und möglichst in Bodennähe
entweichen kann (Bericht Ruedi Hunger „Landtechnik“) Die Homepage
www.svlt-gr.ch
informiert über diese Themen, den Feldspritzentest 2009 und über die
Kurse, welche in Zusammenarbeit mit dem LBBZ Plantahof angeboten
werden. Auch in diesem Jahr werden die beliebten Theoriekurse Kat.
F/G für Jugendliche durchgeführt. Kursorte sind Landquart, Davos,
Ilanz, Scuol, Samedan und Thusis.
Vortrag Sachversicherung in der Landwirtschaft Theo Caminada aus Domat/Ems ist Hauptagent der
Emmentalischen Mobiliar. In einem kurzen Referat gab er der
Versammlung Einblick in das komplexe Versicherungswesen. Er empfahl,
Unterversicherungen nicht bewusst in Kauf zu nehmen. Die Landwirte
sollten sich Zeit nehmen, die Versicherungspolicen zu studieren und
darauf zu achten, dass auch wirklich alles abgedeckt ist.
Neuanschaffungen im Haus und Hof werden immer wieder vergessen. Problematisch wird es auch dann, wenn Maschinen
ausgeliehen oder Arbeiten im Auftrag ausgeführt werden. Auch beim
Maschineneinsatz im Fasnachtsumzug muss unbedingt vorher die
Versicherung abgeklärt werden. Haben Sie gewusst, dass es bei Motormähern und
Motorhandwagen eine Velovignette benötigt? Theo Caminada oder Ihr
Versicherungsagent steht Ihnen gerne für solche Fragen zur
Verfügung.
Russland – Landwirtschaft im Umbruch! Willi Zollinger aus Watt ist Landwirt und
Lohnunternehmer. Er hat bereits an der Reise durch Russland
teilgenommen, die der Verband für Landtechnik diesen Sommer allen
Interessierten anbietet. In vielen kleinen Anekdoten erzählte er vom
Erlebten und von den dortigen Gepflogenheiten, die so manches
Kopfschütteln auslösten. Die Reise bietet 7 Tage voller Höhepunkte:
spannende Fachbesuche im Bereich Landwirtschaft und Viehzucht, eine
Stadtrundfahrt in Moskau und eine Schifffahrt auf dem Moswa-Fluss.
Die Teilnehmer werden durch einen Agrar-Spezialisten und zusätzlich
durch einen Reiseleiter betreut. Das Detailprogramm finden Sie unter
www.svlt-gr.ch. Gerne gibt auch Ueli Günthardt,
Landquart, Auskunft (079/276 83 72).
Am 16. und 17. Juni 2008 fand in Landquart der Kurs „Landtechnik für
Frauen“ statt. Nicht nur beliebt bei den 13 Teilnehmerinnen, nein,
auch bei den Spezialisten des LBBZ Plantahof und dem Schweizerischen
Verband für Landtechnik, Sektion Graubünden.
Einige Passanten blieben stehen und beobachteten das emsige Fahren der vielen landwirtschaftlichen Fahrzeuge. Auffallend war, dass nur Frauen am Steuer sassen und dies voller Elan, denn sie wollten jede so zahlreich zur Verfügung stehende Maschine ausprobieren. Unter Anleitung der Kursleiter konnten sie Traktoren mit Mähwerk, Kreiselheuer und Ladewagen und Ein- und Zweiachsmäher fahren. Neben dem An- und Abhängen wurde auch das Beladen eines Anhängers mit einem Front- und Hoflader geübt.
Koni Merk, Fachlehrer Landtechnik, meinte, das Wichtigste am Kurs
sei, unfallfrei zu fahren, den Teilnehmerinnen Sicherheit zu geben
und ihre Selbständigkeit im Umgang mit den landwirtschaftlichen
Fahrzeugen zu fördern. Er und seine Kollegen Ruedi Hunger und
Richard Bickel vom LBBZ Plantahof und Ueli Günthardt und Marco Frey
vom SVLT-GR ermutigten die Fahrerinnen, auch zurück auf dem Betrieb
„dran“ zu bleiben und weiterzufahren.
In den umfangreichen Unterlagen können die Teilnehmerinnen zuhause
ihr Wissen vertiefen. Sie äusserten sich begeistert vom Kurs, lobten
die gute Betreuung der Kursleiter und meinten zum Schluss: Am besten
habe ihnen gefallen, dass sie so viel fahren durften!
Erfahrungen werden ausgetauscht…. Ruedi Hunger mit Teilnehmerinnen
Marco Frey zeigt das Anhängen des
Kreiselheuers
Generalversammlung vom 12. Februar
2008
Mit Vortrag: Im Wald wächst Wärme – Holzenergie in der
Landwirtschaft
Am 12. Februar fand die Generalversammlung des SVLT-GR in Summaprada
statt. Im Anschluss referierte Andreas Keel von der Holzenergie
Schweiz zum Thema:
„Holzenergie in der Landwirtschaft“
Der Präsident Ueli Günthardt begrüsste die 54 Mitglieder und Gäste.
Zu Beginn gedachte die Versammlung dem ehemaligen Präsidenten
Lorenzo Jörg, der im vergangenen Jahr verstorben war.
Ueli Günthardt dankte den zahlreichen Sponsoren und vor allem dem
Hauptsponsor Andreas Mehli, Chur, für die Unterstützung. Er erzählte
vom Geschicklichkeitsfahren an der Bündner Viehschau in Cazis und
von einigen durchgeführten Kursen. Man kann sich noch für folgende
Kurse anmelden (Tel. 081/307 45 45, LBBZ Plantahof):
Ø
Sicheres Arbeiten in der Höhe (10. März 08)
Ø
Bohrer und Messerschleifkurs (19. März 08)
Ø
Pannenkurs für Frauen (9. April 08)
Ø
Landtechnik für Frauen (16. + 17. Juni 08)
Koni Merk, Vorstandsmitglied und Fachlehrer für Landtechnik am LBBZ
Plantahof orientierte über neue Bestimmungen im landw.
Strassenverkehr betreffend Heckmarkierungstafel, V-Spiegel und
Höchstgeschwindigkeitszeichen. Informationen dazu findet man im
Internet unter
www.bul.ch
oder bei K. Merk (Tel. 081/307 45 35).
Für 13-jährige Jugendliche und ältere werden auch in diesem Jahr zahlreiche Theoriekurse Kat. F/G durchgeführt. Kursorte sind Landquart, Davos, Scuol, Samedan, Thusis und Ilanz. Neben der erfolgreichen Absolvierung der Theorieprüfung Kat. G ist die Sensibilisierung im Strassenverkehr enorm wichtig. Anmeldungen bei Luzia Föhn, Landquart (Tel. 081/322 26 43).
Am 14./15. September 2007 fand in Landquart die Delegiertenversammlung des SVLT statt. Ruedi Hunger, OK-Präsident, berichtete von einer gelungenen DV mit ca. 200 Teilnehmer aus 23 Sektionen.
Willi von Atzigen, neuer Direktor des SVLT, erzählte vom intakten
Netzwerk des SVLT mit über 25'000 Mitglieder. Der SVLT ist fähig,
Themen aufzugreifen und erfolgreich abzuschliessen.
Vortrag: Holzenergie in der Landwirtschaft
Die Holzenergie Schweiz wurde im 1979 als Verein gegründet. Unter
dem Motto „im Wald wächst Wärme“ ist das Ziel, mehr Holzenergie
„sinnvoll“ nutzen! Neben der fossilen Energie (Erdöl und Gas) wurde
Holz bisher als sehr kleiner Teil genutzt. Da der Preis der fossilen
Energie sehr stark angestiegen ist, ist die Nachfrage nach anderer
Energiequelle in den letzten Jahren enorm gestiegen. Grosses
ungenutztes Potential ist vorhanden, denn einheimisches Holz
vermodert. Die Verdoppelung der jetzigen Nutzung wäre möglich. Eine
Nutzung von 5 Mio. m3 Energieholz würde 1 Mio. Tonnen Öl
ersetzten. Aber woher würde diese Menge Energieholz stammen? Wenn
man zur heutigen Energieholznutzung von 3 Mio. m3
nachhaltige Waldholznutzung, Flurholz, Restholz Holzverarbeitung und
Altholz dazurechnet, würde dies eine Menge von 5 Mio. m3
ergeben.
Der Referent Andreas Keel erklärte die verschiedenen Möglichkeiten
der Holzheizungen, welche sehr vielfältig sind. Das Qualitätssiegel
„Holzenergie Schweiz“ zeichnet den hohen Wirkungsgrad und die
niedrigen Emissionen der Heizungen aus und vereinfacht so die
Auswahl beim Kauf.
Der Vorteil in Sache Unweltbelastung ist eine sehr gute Ökobilanz.
Nachteile sind Staub- und Kohlendioxid (CO2)-Emissionen.
Die modernen Systeme haben geringe Emissionen dank einer optimierten
Verbrennung.
Die Holzenergie bietet ein volkswirtschaftliches Plus, denn der
Ertrag fliesst vor allem in die Region. Bei Heizöl und Erdgas geht
der grösste Teil ins Ausland. Die Landwirtschaft hat einen engen
Bezug zur Holzenergie. Der Landwirt arbeitet im Winter vielfach im
Wald, besitzt Wald und ist mit dem Wald verbunden. Eine Heizzentrale
auf dem Landwirtschaftsbetrieb ist dann interessant, wenn der
Energiekunde in der Nähe ist, denn die Anschlusskosten sind recht
hoch. Andreas Keel zeigte an einigen Beispielen, wie solche Projekte
erfolgreich realisiert wurden oder an was sie gescheitert sind.
Weitere Informationen dazu finden Sie auch im Internet unter
www.holzenergie.ch.
Zukunftsgerichtet muss die Holzenergie ihre Stärken zeigen und den eigenen Weg selbstbewusst gehen. Eine sensible Preispolitik und eine optimale Qualität sind wegweisend.
Andreas Keel, Holzenergie
Schweiz + Ueli Günthardt, Präsident SVLT-GR
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